Über uns

Mehr Informationen zur Aktie der Schweizerischen Nationalbank (SNB)

Für Investoren ist die Schweiz aus Aktiensicht sehr interessant.
 Schweizer Aktien sind oft unterschätzte Aktien. Es gibt drei starke bzw. genauer gesagt stabile Argumente, die für die Schweiz sprechen:
- stabiles Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Schweiz
- stabile Entwicklung des Schweizer Frankens
- hohe und stabile Entwicklung der Dividendenrendite Schweizer Aktien.
Darüber hinaus gibt es natürlich noch die „höchste Instanz“ der Geldpolitik: Die Schweizerische Nationalbank.
 Das Interessante dabei ist, dass es die obersten Hüter des Frankens auch an der Börse zu kaufen gibt.

Schweizerische Nationalbank Aktie WKN: 852243 / ISIN: CH0001319265

https://snb.ch/de/ifor/shares

Das Projekt www.volks-aktie.com hat sich zur Aufgabe gemacht, über die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz, die Geldpolitik, deren Notenbank und über  die Aktien der börsennotierten Firmen in der Schweiz zu informieren.

Die SNB: Ihre Geschichte und das Problem des starken Frankens.
Die SNB eine starke Aktie!

Die SNB, die Schweizerische Nationalbank, ist die Zentralbank der Schweiz.
 Ihre Aufgaben sind ähnlich wie die der EZB,
der deutschen oder österreichischen Bundesbank.

Die Aufgaben der Schweizerischen Nationalbank sind:
Geldpolitik und damit auch Wirtschafts-Politik für die Exportwirtschaft und damit die Preisstabilität zu gewährleisten.
Kampf gegen Inflation und Deflation 
und natürlich die Herausgabe, die Kontrolle der Münzen und Geldscheine.

Die Schweizerische Nationalbank hat zwar eines ihrer Gebäude in Bern gleich neben dem Bundeshaus, ist aber trotzdem unabhängig.
 Was die Geldpolitik betrifft, darf die Nationalbank keine Anweisungen von außen entgegennehmen, ist also neutral. So wie die Schweiz selbst.
 Und das ist genau das Problem der Schweiz: sie ist sehr beliebt und damit ist auch der Franken sehr beliebt. Was ihn sehr teuer macht.
 Aber dazu gleich mehr, zuerst noch mal zurück zur SNB und ihrer Gründung.

 Die SNB wurde schon 1907 gegründet. 
Und das spannende ist, dass es die SNB auch als Aktie gibt. 
Der Gründungsgesetzgeber hat die Beteiligung des Volkes ermöglicht. Das war in einer Zeit, in der die Schweiz ein sehr armes Land war, viele Schweizer mussten aus Not in die USA auswandern. Den Tourismus und die reichen Skigebiete gab es eben noch nicht.

Überspringen wir historisch den 1. und 2. Weltkrieg und kommen zur 
letzten Finanzkrise 2007, die auch durch die Pleite von Lehman Brother so richtig ins Rollen kam. Das hatte Auswirkungen auf alle Notenbanken weltweit.
Auch auf die SNB-Geldpolitk. 
Um einen Zusammenbruch des Finanzsystems zu verhindern, fluteten die Notenbanken das Bankensystem weltweit mit Liquidität. Banken kamen in Schwierigkeiten,
Länder mussten Banken retten,
Europa musste Länder retten, wie Portugal oder Griechenland. 
Der Niedrigzins wurde erfunden, danach der Minuszins.
 Die EZB kaufte Anleihen auf, … die Geschichte ist bekannt.

Die Eurokrise ist 10 Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise immer noch nicht gelöst.
Länder wie Italien haben mit zu hohen Schulden und dadurch mit einer zu hohen Zinslast zu kämpfen. Die Europäische Zentralbank ist kaum in der Lage die Zinsen zu erhöhen.
Doch was hat das mit der Schweiz und deren Notenbank und dem Franken zu tun?
 Auch eine der größten Schweizer Banken geriet in eine Schieflage und musste von der SNB mit einem Sonder-Liquiditätsprogramm von 54 Mrd. Franken gerettet werden. 


Seit diesem Vorfall mussten die Banken ihr Eigenkapital aufstocken.

 Doch das Problem war damit nicht gelöst, als Europa versuchte seine Mitgliedstaaten zu retten, waren sichere Häfen gesucht, nicht nur Gold, besonders auch der Franken. Er erreichte gegenüber dem Dollar und Euro neue Rekordstände.

Was tun?
 Der Franken sollte seine Kaufkraft erhalten. Doch zu teuer darf er auch nicht werden. 
Eine Aufwertung des Frankens fügt der Exportwirtschaft schweren Schaden zu.
 Somit kaufte die SNB im großen Maße Fremdwährungen auf, um die Aufwertung zu stoppen und war bereit unbeschränkt Devisen zu kaufen!
 Im September 2011 führte die SNB einen Mindestkurs gegenüber dem Euro von 1,20 Franken ein (EUR/CHF)

Das machte natürlich für alle „Euro-Personen“ und Firmen, die Euros in Franken umtauschten mussten ihre Franken-Ausgaben um 20 % teurer. 

Am 15. Januar 2015 hob, völlig überraschend, die Schweizerische Nationalbank den Mindestkurs zum Euro auf.
 SNB-Präsident Thomas Jordan begründete es damit, dass die Firmen Zeit hatten, sich auf den teuren Franken einzustellen.
Zitat Jordan: «Die Unterschiede in der geldpolitischen Ausrichtung der bedeutenden Währungsräume haben sich in letzter Zeit markant verstärkt und dürften sich noch weiter akzentuieren. Der Euro hat sich gegenüber dem US-Dollar deutlich abgewertet, wodurch sich auch der Franken zum US-Dollar abgeschwächt hat. Vor diesem Hintergrund ist die Nationalbank zum Schluss gekommen, dass die Durchsetzung und die Aufrechterhaltung des Euro-Franken-Mindestkurses nicht mehr gerechtfertigt sind. »
Zudem stimmte die SNB mit der zügellosen Geldpolitik im Euroraum nicht überein, dass die EZB noch mehr Geld druckt und Schrott-Staatsanleihen aufkauft.
Denn, wenn sich der Euro weiter aufweicht, hätte die SNB weiter teure Franken drucken müssen, um Euros zu kaufen.

 Auch so musste letztendlich auch die Schweizer Notenbank negative Zinsen einführen.
Gut für die Wirtschaft, schlecht für die Sparer und Rentner in der Schweiz.

Die SNB gibt es auch als börsennotierte Aktie.
Von den 174 Notenbanken weltweit sind nur 4 börsennotiert:
 die griechische
, die japanische,
die belgische 
und die Schweizer Notenbank (SNB). 

Es gibt seit der Gründung nur 100 000 (hunderttausend) Aktien, daran wurde nichts geändert. Es sollte ja eine Volksbeteiligung sein, eine „Volksaktie“.
 Doch 100 000 Aktien, mit einem Nennwert von 250 Franken je Aktie, sind für ein 8 Millionen-Volk, wie die Schweizer etwas wenig. 
Aus diesem Grund gibt es immer wieder Bestrebungen die Anzahl der Aktien zu erhöhen, in dem man einen Aktiensplitt vorsieht.
 Das kann aber nicht die SNB in einer Generalversammlung beschließen, sondern muss der Gesetzgeber machen.
 51 % der Aktien sind im Besitz der Kantone, Kantonalbanken und des Bundes. Der andere Teil im Besitz privater Aktionäre. Eben fast nur 50.000 Stück. 

Die Schweiz und die SNB ist im Vergleich zu dem Eigenkapital anderer Notenbanken „reich“.
 Die Europäische Zentralbank hat ein Eigenkapital von 12 Mrd. Euro in der Bilanz.
Die Deutsche Bundesbank hat 2018 ein Eigenkapital von 5,5 Mrd. in der Bilanz
und die SNB von 150 Mrd. (Franken).

 Ein typisches Dividendenpapier ist es nicht, denn die Dividende ist für Privatanleger gesetzlich begrenzt. Die Verteilung des SNB-Gewinns ist auch auf die Kantone, einzelne Kantonalbanken und den Bund über die Aktien festgelegt. Vom Bilanzgewinn wird eine Dividende von höchstens 6 % des Aktienkapitals ausbezahlt.

Denn die SNB ist nicht dem Wohl der Aktionäre verpflichtet, wie eine Nestlé, Siemens- oder Intel-Aktie, sondern als Währungshüter dem Wohle des Frankens und der Preisstabilität verpflichtet. Trotzdem plante der Gründungsgesetzgeber mit der SNB Aktie quasi damit eine Volksaktie. Doch die zur Verfügung stehenden 50.000 Aktien für Privatanleger sind für ein 8-Millionen-Volk doch etwas wenig.
 Vielleicht wäre hier ein Aktiensplitt sinnvoll, um mehr Aktionäre in die Aktie zu locken?
Vielleicht ist auch das einer der Gründe, dass die SNB-Aktie so begehrt ist und der Kurs 2018 sogar schon bei 10.000 Franken postuliert wurde. 
Es ist aber auch nicht vergleichbar mit einer Berkshire Hathaway Aktie, der Vermögensverwaltung von Warren Buffet, die über 300.000 US-Dollar wert ist.

Aktien können steigen und auch fallen.

Eines ist natürlich auch klar, eine Nationalbank kann nicht pleitegehen!

Sicherer Hafen Schweiz! 

Privacy Settings
We use cookies to enhance your experience while using our website. If you are using our Services via a browser you can restrict, block or remove cookies through your web browser settings. We also use content and scripts from third parties that may use tracking technologies. You can selectively provide your consent below to allow such third party embeds. For complete information about the cookies we use, data we collect and how we process them, please check our Privacy Policy
Youtube
Consent to display content from Youtube
Vimeo
Consent to display content from Vimeo
Google Maps
Consent to display content from Google