Quelle: boerse.ard.de, Beitrag „Schweizer Franken: Des Goldes kleiner Bruder“, vom 21.10.2019 16:16 Uhr

Wird es auf der Weltbühne riskanter, flüchten Anleger ins Gold – oder in den Schweizer Franken. Er gilt als „sicherer Hafen“ schlechthin.

Am Sonntag fanden in der Schweiz Parlamentswahlen statt. Die Wahlergebnisse hatten aber kaum Einfluss auf die Kursentwicklung des Schweizer Franken. Ein Euro war sowohl am Freitag vor der Wahl, als auch am Montag nach der Wahl etwa 1,10 Franken wert. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) ist zwar als klarer Sieger aus der Wahl hervorgegangen, schnitt aber schlechter ab als noch vor vier Jahren. Den größten Zuwachs verzeichneten die Grünen. In die Landesregierung schaffte es die Partei dennoch nicht.

Franken ist wie Gold Krisenindikator

Wieder zeigt sich, dass innenpolitische Entwicklungen oft weniger stark auf die Währung des Alpenlandes wirken als Trends auf den internationalen Kapitalmärkten. Schon seit Jahren weist der Franken eine relative Stärke gegenüber anderen Währungen auf. Denn ähnlich wie das Gold gilt er als Krisenindikator und „sicherer Hafen“ in schlechten Zeiten. Regelmäßig flüchten Anleger in die Schweizer Währung, erfreuen sich der Stabilität des unabhängigen Staates und werten den Franken somit massiv auf.

Den Schweizer Notenbankern gefällt dies gar nicht. Sie versuchen seit Jahren, den Franken zu schwächen. Der langfristige Kursverlauf zeigt aber: Kommt Gefahr auf, steigt der Franken sofort wieder.

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